- Worum es geht: welche Posten bei einer WordPress-Website wirklich Geld kosten – und welche gratis sind.
- Worauf es ankommt: Domain, Hosting, Theme, Plugins und optional Agentur realistisch kalkulieren.
- Ihr Nutzen: eine ehrliche Beispielrechnung für eine kleine Unternehmensseite – einmalig und monatlich.
„WordPress ist doch kostenlos?“ – diese Frage hören wir ständig. Die Antwort ist ein klares Jein: Die Software selbst kostet nichts, drumherum fallen aber sehr wohl Ausgaben an. Lesen Sie weiter, dann wissen Sie danach genau, mit welchen WordPress Kosten Sie rechnen müssen – ohne böse Überraschungen.
Ist WordPress wirklich kostenlos?
Ja – und nein. WordPress ist eine freie Open-Source-Software. Sie dürfen sie herunterladen, installieren und beliebig nutzen, ohne einen Cent Lizenzgebühr zu zahlen. Genau das macht WordPress zum weltweit meistgenutzten Content-Management-System. Wenn Sie noch ganz am Anfang stehen, lohnt sich vorab ein Blick in unseren Ratgeber Was ist WordPress?.
Der Haken: Ohne ein paar Bausteine drumherum bekommen Sie WordPress gar nicht online. Sie brauchen eine Adresse (Domain) und einen Ort, an dem Ihre Website liegt (Hosting) – und beides kostet Geld. Die eigentlichen WordPress Kosten entstehen also nicht durch die Software, sondern durch das, was Sie zusätzlich benötigen.
Die WordPress-Software selbst, tausende freie Themes und Plugins aus dem offiziellen Verzeichnis sowie viele Basis-Funktionen.
Domain, Hosting, oft ein Premium-Theme und Premium-Plugins – und je nach Anspruch die Einrichtung durch eine Agentur.
Welche Kostenpositionen fallen bei WordPress an?
Um die Ausgaben greifbar zu machen, teilen wir sie in die typischen Bausteine auf. Die genannten Zahlen sind bewusst grobe Richtwerte und können je nach Anbieter und Anspruch abweichen. Sie ersetzen kein individuelles Angebot.
Ihre Internetadresse, z. B. ihre-firma.de. Gängige Endungen wie .de sind günstig, seltene Endungen kosten mehr.
Der Speicherplatz, auf dem Ihre Website liegt. Einfaches Webhosting ist günstig, spezialisiertes Managed-WordPress-Hosting kostet mehr.
Kostenlose Themes gibt es reichlich. Ein Premium-Theme kostet einmalig meist 30–100 € oder läuft als Jahres-Abo.
Viele Erweiterungen sind gratis. Premium-Versionen (Page-Builder, SEO-Pro, Backup) kosten oft als Abo pro Jahr.
Dazu kommen je nach Projekt weitere Posten: die einmalige Einrichtung und das individuelle Design durch einen Webdesigner oder eine Agentur, die laufende Wartung sowie optional Suchmaschinenoptimierung. Schauen wir uns die wichtigsten Bausteine genauer an.
Domain: die Adresse Ihrer Website
Die Domain ist Ihre Adresse im Netz. Eine .de-Domain kostet in der Regel rund 10 bis 20 € pro Jahr. Häufig ist sie beim Hosting-Paket schon dabei. Seltene Endungen wie .shop oder .agency können teurer sein. Wie Sie die passende Adresse finden und einrichten, erklärt unser Ratgeber zum Domain registrieren.
Hosting: der Ort für Ihre Website
Beim Hosting mieten Sie den Speicherplatz, auf dem Ihre Website liegt. Hier ist die Spanne groß: Einfaches Webhosting startet bei etwa 3 € im Monat. Spezialisiertes Managed-WordPress-Hosting mit automatischen Updates, Backups und mehr Geschwindigkeit liegt eher bei 15 bis 30 € im Monat oder darüber. Für kleine Unternehmensseiten ist gutes Hosting wichtiger als der letzte Euro Ersparnis – es beeinflusst Ladezeit und Zuverlässigkeit direkt.
Theme: das Design
Das Theme bestimmt das Aussehen. Im offiziellen Verzeichnis finden Sie tausende kostenlose Themes. Wer mehr Gestaltungsspielraum und Support möchte, greift zu einem Premium-Theme für einmalig etwa 30 bis 100 € – manche werden auch als Jahres-Abo verkauft. Achtung: Ein günstiges Theme ersetzt keine individuelle Gestaltung, wenn Sie sich klar von der Konkurrenz abheben wollen.
Plugins: die Zusatzfunktionen
Plugins erweitern WordPress um Funktionen – von Kontaktformularen bis Onlineshop. Die meisten Grundfunktionen decken Sie mit kostenlosen Plugins ab. Bei fortgeschrittenen Anforderungen greifen viele zu Premium-Versionen, die meist als Jahres-Abo abgerechnet werden:
- Page-Builder (z. B. für individuelle Layouts): oft 50 bis 100 € pro Jahr.
- SEO-Pro-Tools für bessere Rankings: etwa 80 bis 100 € pro Jahr.
- Backup- und Sicherheits-Plugins in der Premium-Variante: rund 50 bis 100 € pro Jahr.
Welche Erweiterungen wirklich sinnvoll sind, zeigt unser Ratgeber zu den wichtigsten WordPress-Plugins. Weniger ist hier oft mehr: Jedes zusätzliche Plugin bedeutet Pflege und potenzielle Sicherheitslücken.
Selbst machen oder Agentur beauftragen?
Der größte Kostenhebel ist die Frage, wer die Website baut. Sie können WordPress selbst einrichten oder die Umsetzung an einen Profi geben. Beide Wege haben ihre Berechtigung – es kommt auf Ihr Budget, Ihre Zeit und Ihren Anspruch an.
Günstig in Euro, aber zeitintensiv. Ideal für kleine Budgets und Einsteiger mit Zeit zum Lernen.
Höhere Einmalkosten, dafür professionelles Design, saubere Technik und optimiertes SEO von Anfang an.
Die Einarbeitung kostet viele Stunden. Rechnen Sie diese Zeit realistisch mit ein, wenn Sie vergleichen.
Design, Ladezeit und Auffindbarkeit entscheiden über Anfragen – hier zahlt sich Erfahrung meist aus.
Für die professionelle Umsetzung einer WordPress-Website durch eine Agentur sollten Sie je nach Umfang mit mehreren tausend Euro einmalig rechnen. Eine grobe Orientierung geben wir in unserem Ratgeber Website erstellen lassen: Kosten. Der Vorteil: Sie bekommen ein individuelles Design, sauberes technisches Fundament und ein durchdachtes SEO-Setup – ohne selbst zum WordPress-Experten werden zu müssen.
Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Start?
Eine Website ist kein einmaliges Projekt, das nach dem Livegang fertig ist. Damit sie sicher, schnell und aktuell bleibt, fallen laufende Ausgaben an – unabhängig davon, ob Sie selbst gebaut oder eine Agentur beauftragt haben.
Diese Posten kommen jährlich wieder
Kalkulieren Sie diese laufenden WordPress Kosten von Anfang an ein – so bleibt Ihre Website dauerhaft leistungsfähig.
- Domain & Hosting: die Grundmiete Ihrer Website – fällt monatlich bzw. jährlich an, solange die Seite online ist.
- Plugin- & Theme-Lizenzen: Premium-Erweiterungen laufen oft als Jahres-Abo, damit Sie Updates und Support behalten.
- Wartung & Updates: regelmäßige Aktualisierungen halten die Seite sicher – mehr dazu im Ratgeber WordPress-Wartung.
- Backups: automatische Sicherungen schützen Sie vor Datenverlust – teils im Hosting enthalten, teils extra.
- SEO & Inhalte (optional): wer bei Google sichtbar bleiben will, investiert laufend in Optimierung und neue Inhalte.
Beispielrechnung: kleine Unternehmensseite
Wie viel kostet WordPress nun konkret? Nehmen wir eine typische kleine Unternehmensseite mit rund fünf Seiten, modernem Theme, Kontaktformular und Basis-SEO. Wir unterscheiden zwei realistische Szenarien – die Zahlen sind Richtwerte und dienen der Orientierung.
Domain, solides Hosting, ein Premium-Theme und ein, zwei Premium-Plugins – plus Ihre eigene Arbeitszeit.
Individuelles Design, saubere Technik & SEO als einmaliges Projekt – dazu ca. 200–400 €/Jahr laufend.
In Zahlen bedeutet das für die selbst gebaute Variante grob: Domain ca. 15 €, Hosting ca. 120 €, Theme einmalig ca. 60 € und Plugins ca. 100 € pro Jahr – also rund 250 € im ersten Jahr, danach etwas weniger. Nicht eingerechnet ist Ihre Zeit für Einarbeitung und Aufbau.
Bei der Agentur-Variante zahlen Sie einmalig für Konzept, Design und Umsetzung (ab etwa 2.500 € aufwärts, je nach Umfang) und danach die laufenden Kosten für Domain, Hosting, Lizenzen und optionale Wartung. Sie sparen dafür viel Zeit und bekommen ein Ergebnis auf Profi-Niveau.
Wo sich sparen lohnt – und wo nicht
Nicht jede Ausgabe ist gleich sinnvoll. An den falschen Stellen zu sparen, rächt sich später oft durch Ausfallzeiten, schlechte Rankings oder teure Nacharbeit. Diese Faustregeln helfen bei der Entscheidung:
Die goldene Regel: Sparen Sie bei austauschbaren Standardposten, aber investieren Sie in das, was über Sicherheit, Geschwindigkeit und Anfragen entscheidet. Eine Website ist ein Vertriebskanal – kein Kostenpunkt, den man kleinrechnen sollte.
Fazit
WordPress selbst ist kostenlos, doch eine funktionierende Website verursacht laufende Ausgaben: Domain, Hosting, oft ein Premium-Theme und einige Plugins – und je nach Anspruch die Umsetzung durch eine Agentur. Wer selbst baut, kommt für eine kleine Unternehmensseite mit etwa 250 € im Jahr aus, investiert dafür aber viel eigene Zeit. Wer auf Profi-Qualität setzt, zahlt einmalig mehr, spart Zeit und bekommt ein Ergebnis, das messbar Anfragen bringt. Entscheidend ist, die richtigen Posten sauber zu kalkulieren – dann gibt es keine bösen Überraschungen.
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