- Was Elementor ist: ein visueller Drag-&-Drop-Page-Builder für WordPress – Seiten gestalten ohne Code.
- Worauf es ankommt: Widgets und Sektionen verstehen, Free vs. Pro richtig einordnen, Ladezeit im Blick behalten.
- Ihr Nutzen: eine ansprechende Website, die Sie selbst pflegen können – ohne Programmierkenntnisse.
Elementor macht das Bauen von WordPress-Seiten so einfach wie das Verschieben von Bausteinen. Statt Code zu schreiben, ziehen Sie Elemente per Maus an ihren Platz und sehen sofort, wie das Ergebnis aussieht. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie das Werkzeug funktioniert, wo seine Grenzen liegen – und wie Sie damit Ihre erste Seite bauen.
Was ist Elementor überhaupt?
Elementor ist ein Page-Builder-Plugin für WordPress. Es erweitert Ihre Website um einen visuellen Editor, mit dem Sie Seiten frei gestalten können – ganz ohne HTML, CSS oder PHP. Was Sie im Editor sehen, entspricht dem, was später live steht: ein sogenanntes WYSIWYG-Prinzip („what you see is what you get“).
Mit über fünf Millionen aktiven Installationen ist Elementor einer der meistgenutzten Page-Builder weltweit. Der Erfolg hat einen einfachen Grund: Auch ohne technisches Vorwissen lassen sich professionell wirkende Seiten erstellen. Elementor deckt dabei vier Kernbereiche ab:
Überschriften, Texte, Bilder, Buttons, Formulare – fertige Bausteine per Drag & Drop platzieren.
Der Aufbau jeder Seite: Abschnitte in Zeilen und Spalten unterteilen und flexibel anordnen.
Jede Änderung ist sofort sichtbar – kein ständiges Speichern und Neuladen nötig.
Fertige Templates für ganze Seiten oder einzelne Blöcke – als Startpunkt oder Inspiration.
Wie funktioniert der Editor?
Der Aufbau ist schnell erklärt: Links finden Sie ein Widget-Panel mit allen verfügbaren Elementen, rechts die Live-Vorschau Ihrer Seite. Sie ziehen ein Widget aus dem Panel an die gewünschte Stelle, klicken es an und passen Inhalt, Farbe, Abstand oder Schrift direkt im Seitenmenü an. Jede Seite besteht dabei aus Sektionen, die sich in Spalten unterteilen – und genau in diese Spalten setzen Sie Ihre Widgets. Wer die Website-Struktur sauber plant, arbeitet damit besonders effizient.
Elementor Free oder Pro?
Elementor gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version. Die Gratis-Variante reicht für einfache Seiten völlig aus. Sobald Sie mehr Gestaltungsfreiheit oder professionelle Funktionen brauchen, führt an Elementor Pro allerdings kaum ein Weg vorbei.
Rund 40 Basis-Widgets, Drag-&-Drop-Editor, Live-Vorschau und einige Vorlagen. Ideal, um erste Seiten zu bauen und Elementor kennenzulernen.
Theme Builder, 90+ Widgets, WooCommerce-Builder, Popups, erweiterte Formulare und Hunderte Vorlagen. Der Standard für professionelle Websites.
Die wichtigsten Pro-Funktionen im Überblick:
- Theme Builder: Header, Footer, Blog-Vorlagen und Archivseiten frei gestalten – nicht nur einzelne Seiten.
- Mehr Widgets: Slider, Preistabellen, Call-to-Actions, Animationen und viele weitere Elemente.
- WooCommerce-Builder: Produkt- und Shop-Seiten individuell gestalten – praktisch beim Aufbau eines Onlineshops.
- Popups: Hinweise, Newsletter-Boxen oder Cookie-Banner ohne Zusatz-Plugin erstellen.
- Formulare: Leistungsstarke Kontakt- und Anfrageformulare mit Anbindung an E-Mail-Tools.
Für wen eignet sich Elementor?
Der größte Vorteil von Elementor ist die niedrige Einstiegshürde. Man muss weder Designer noch Entwickler sein, um damit eine ansehnliche Website zu bauen. Besonders gut passt das Werkzeug in diesen Fällen:
- Einsteiger ohne Code-Kenntnisse: Wer noch nie eine Website gebaut hat, kommt mit dem visuellen Editor schnell zu Ergebnissen.
- Selbstständige & kleine Unternehmen: Die Seite lässt sich später eigenständig pflegen, ohne bei jeder Änderung eine Agentur zu brauchen.
- Menschen mit Gestaltungswunsch: Wer die volle Kontrolle über Layout und Design will, findet in Elementor viel Freiheit.
Weniger geeignet ist Elementor, wenn maximale Ladegeschwindigkeit oberste Priorität hat oder ein sehr schlanker, individuell programmierter Auftritt gewünscht ist. Dann lohnt ein Blick auf die Alternativen weiter unten.
Elementor: Vorteile und Nachteile
Kein Werkzeug ist perfekt. Elementor spielt seine Stärken bei Flexibilität und Bedienkomfort aus, bringt aber auch ein paar Kompromisse mit, die Sie kennen sollten.
Das spricht für Elementor
Diese Stärken machen den Page-Builder gerade für Einsteiger so beliebt.
- Schnelle Ergebnisse: Auch ohne Vorwissen entstehen in kurzer Zeit professionell wirkende Seiten.
- Volle Design-Freiheit: Farben, Schriften, Abstände und Layouts lassen sich pixelgenau anpassen.
- Live-Vorschau: Jede Änderung ist sofort sichtbar – das erspart ständiges Umschalten in die Vorschau.
- Riesige Vorlagen-Bibliothek: Fertige Templates beschleunigen den Start enorm.
- Große Community: Unzählige Tutorials, Foren und Erweiterungen helfen bei jedem Problem weiter.
Den Vorteilen stehen einige Nachteile gegenüber, die Sie bei der Entscheidung mitdenken sollten:
- Ladezeit: Elementor lädt zusätzlichen Code. Ohne Optimierung kann das die Seite langsamer machen – ein Thema, das direkt auf die Core Web Vitals einzahlt.
- Abhängigkeit („Lock-in“): Deaktivieren Sie Elementor, bleibt oft unsauberer Code zurück. Ein späterer Wechsel des Werkzeugs ist aufwendig.
- Laufende Kosten: Pro ist ein Jahres-Abo – nach Ablauf entfallen Support und Updates.
- Überladung: Zu viele Effekte und Widgets verführen zu überfrachteten Seiten, die weder Nutzern noch Google helfen.
Wie baue ich meine erste Seite?
Der Einstieg ist unkomplizierter, als viele denken. In wenigen Schritten steht Ihre erste mit Elementor gestaltete Seite:
Im WordPress-Backend unter „Plugins → Installieren“ nach Elementor suchen, installieren und aktivieren. Die kostenlose Version genügt für den Anfang.
Unter „Seiten → Erstellen“ eine neue Seite anlegen und auf den Button „Mit Elementor bearbeiten“ klicken. Der visuelle Editor öffnet sich.
Zuerst eine Sektion einfügen und die gewünschte Spaltenaufteilung wählen – etwa eine Spalte für den Text, eine für ein Bild.
Aus dem linken Panel Widgets in die Spalten ziehen: Überschrift, Text, Bild oder Button. Alles per Maus an den richtigen Platz.
Jedes Widget anklicken und Inhalt, Farben, Schriften und Abstände im Seitenmenü feinjustieren – live und in Echtzeit.
Die Ansicht auf Tablet und Smartphone kontrollieren, anpassen und die Seite mit einem Klick auf „Veröffentlichen“ live schalten.
Was kostet Elementor?
Die Free-Version ist dauerhaft kostenlos. Elementor Pro wird als Jahres-Abo abgerechnet, gestaffelt nach der Zahl der Websites, auf denen Sie es einsetzen. Die folgenden Werte sind grobe Richtwerte:
Basis-Editor mit rund 40 Widgets und einigen Vorlagen – ideal zum Ausprobieren und für einfache Seiten.
Theme Builder, alle Widgets, WooCommerce-Builder und Support. Preis steigt mit der Zahl der Websites.
Für eine einzelne Unternehmensseite reicht in der Regel die günstigste Pro-Lizenz. Bedenken Sie: Das Abo läuft jährlich weiter, solange Sie Updates und Support nutzen möchten.
Performance: So bleibt Elementor schnell
Der häufigste Kritikpunkt an Elementor ist die Ladezeit. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Page-Builder aber spürbar entschlacken, ohne auf seine Stärken zu verzichten:
Richtig eingesetzt lässt sich mit Elementor auch eine schnelle Seite bauen. Die Ladezeit ist selten ein Elementor-Problem allein, sondern eine Frage von Theme, Hosting und Bildern im Zusammenspiel.
Gibt es Alternativen zu Elementor?
Elementor ist beliebt, aber nicht die einzige Option. Je nach Anspruch lohnt ein Blick auf die wichtigsten Alternativen:
- Gutenberg (Block-Editor): Der in WordPress eingebaute Editor. Er kommt ohne Zusatz-Plugin aus, ist schlank und schnell – bietet aber weniger Design-Freiheit als Elementor.
- Bricks: Ein moderner, sehr performanter Page-Builder, der sich vor allem an fortgeschrittene Nutzer und Entwickler richtet.
- Divi: Ein weiterer etablierter Page-Builder mit ähnlichem Funktionsumfang, oft als Alternative zu Elementor Pro gehandelt.
Für Einsteiger, die schnell und ohne Code sichtbare Ergebnisse wollen, bleibt Elementor jedoch eine der zugänglichsten Lösungen – ein guter Startpunkt, wenn Sie eine Website mit WordPress aufbauen.
Fazit
Elementor senkt die Hürde, eine professionell aussehende WordPress-Website selbst zu bauen, ganz erheblich. Per Drag & Drop, mit Live-Vorschau und fertigen Vorlagen kommen auch Einsteiger schnell zu vorzeigbaren Ergebnissen – und behalten die Kontrolle über ihr Design. Wer die Ladezeit im Blick behält und es mit Effekten nicht übertreibt, bekommt einen flexiblen Baukasten, der mit den eigenen Ansprüchen mitwächst. Wichtig bleibt: Ein schönes Design allein reicht nicht – erst mit sauberer Struktur, guter Technik und SEO wird daraus eine Website, die auch gefunden wird.
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